Verein Lebendiger Burgweg




Facts


Die Massenkündigung

Am 24. Januar 2013 kündigte die Immobilienverwaltung Adimmo im Auftrag der Eigentümerin (Pensionskasse des Kantons Basel-Landschaft) alle Mietverhältnisse der Ateliers und Wohnungen am Burgweg 4-14 in Basel auf den 30. September 2013.

Geplant ist eine Gesamtsanierung mit unnötigen und massiven Eingriffen in die Bausubstanz. Eine wirkliche Verbesserung der Immobile wird aus den Plänen der Baueingabe nicht ersichtlich. Der Mietpreis pro Quadratmeter wird sich laut Mitteilung des Vermieters je nach Stockwerk verdoppeln bis verdreifachen. Die Ateliers im Erdgeschoss sollen verschwinden. An ihrer Stelle sind Kleinstwohnungen geplant. Wir kritisieren nicht nur die Vorgehensweise, sondern auch das gesammte Umbauprojekt.

Davon betroffen sind Mieterinnen und Mieter von 45 Wohnungen, 18 Mansarden und 12 Ateliers. Teilweise sind es Mietverhältnisse, die sich bis zu 40-60 Jahren zurückerstrecken. Die Mieter sind gerne bereit, hohe Mieten für sanierte Wohnungen und Ateliers zu bezahlen. Ihnen bleibt aber eine Rochade in den sanierten Teil verwehrt, wie das so üblich ist. Die Adimmo AG will die Liegenschaften während des ganzen Umbaus leergeräumt haben.

Obwohl die erste Baueingabe aufgrund verschiedener Einsprachen der MieterInnen, des Mieterverbandes und von NachbarInnen zurückgezogen wurde, bleibt die Massenkündigung bestehen. Deshalb haben sich die Betroffenen und andere Personen mit Interesse an der Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum und hoher Qualität im Quartierleben zusammengeschlossen, um sich weiterhin erfolgreich zu wehren.

Der Verein
Der am 22. März 2013 in Basel gegründete Verein Lebendiger Burgweg stellt sich gegen die Vernichtung von bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum durch rein profitorientierte Totalsanierungen am Burgweg oder anderswo in der Stadt. Er setzt sich für ein durchmischtes und integratives Zusammenleben im Kleinbasler Quartier ein!

Der Verein plant kulturelle Aktionen und engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit. Er will so auf die Situation am Burgweg und deren gesellschaftspolitische und städtebauliche Dimension aufmerksam machen. Der Verein möchte aber auch der Bauherrschaft Hand bieten für eine bessere und sozialverträglichere Lösung. Weitere Infos zum Verein finden Sie in der Rubrik Über uns.

Unsere Forderungen
1. Die Massenkündigungen müssen weg.
2. Das Bauprojekt muss neu überdacht werden.
3. Die Liegenschaften sollen sanft renoviert werden.
4. Den Mietern muss die Möglichkeit gegeben werden, während des Umbaus weiterhin in den Liegenschaften wohnen zu können.
5. Die Ateliers / Werkstätten müssen wie bisher benutzt werden können.